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Bauminister Daehre: Sanierung des historischen Empfangsgebäudes am Bahnhof Halberstadt abgeschlossen
Nach einer Bauzeit von knapp 20 Monaten wird heute das sanierte und vollständig umgestaltete Empfangsgebäude am Bahnhof in Halberstadt eingeweiht. „Damit ist ein Schmuckstück für die Domstadt entstanden“, sagte Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Karl-Heinz Daehre, bei der feierlichen Einweihung. Das neue Bahnhofsgebäude vereine Belange des Denkmalschutzes mit moderner Funktionalität.
Die Sanierung des Empfangsgebäudes hat insgesamt rund 8,2 Millionen Euro gekostet. Knapp zwei Drittel davon (rd. 4,9 Mio. Euro) hat das Land Sachsen-Anhalt beigesteuert.
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude wurde entkernt und zu einem modernen, multifunktionalen und barrierefreien Dienstleistungszentrum umgestaltet. Die historische Fassade blieb erhalten. Im Empfangsgebäude entstanden eine so genannte Mobilitätszentrale und ein großzügiger Wartebereich mit Geschäften und einer Gaststätte. In einem Nebengebäude findet die Bahnhofsmission ihren Platz. Komplettiert wird die Umgestaltung noch in diesem Jahr durch den Bau von weiteren 157 Pkw-Parkflächen sowie 20 Fahrradstellplätzen an der West- und an der Ostseite.
Verkehrsminister Daehre betonte: „Halberstadt ist ein wichtiger Eisenbahnknoten und Tor zum Harz. Wir übergeben hier nicht nur das sanierte Empfangsgebäude, sondern vollenden zugleich eine wesentliche Etappe beim kompletten Umbau des Bahnhofs.“ Der Bahnhof in Halberstadt wird täglich von etwa 3000 Reisenden genutzt.
Zur Geschichte des Halberstädter Bahnhofs:
Im 1. Bauabschnitt 1996 bis 2000 gestaltete die Stadt mit wesentlicher
Unterstützung des Landes den Vorplatz, verlegte den Busbahnhof an den Bahnhof und richtete dort eine Straßenbahnhaltestelle ein. Kosten: 3,9 Millionen Euro; davon Landesförderung: 3 Millionen Euro
Der 2. Bauabschnitt 2008 bis 2010 umfasst die Sanierung des Emp-fangsgebäudes (abgeschlossen) und die Schaffung neuer Parkmöglich-keiten (wird noch in diesem Jahr abgeschlossen). Kosten (einschließlich Empfangsgebäude): etwa 10,7 Millionen Euro; Landesförderung: etwa 6,2 Millionen Euro
Die Sanierung des Empfangsgebäudes krönt jahrelange Bemühungen um die Herrichtung des einst attraktiven, später heruntergekommenen Bauwerks aus dem Jahr 1868. Das Gebäude, im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt, wurde zu DDR-Zeiten mit einer Wellblechfassade verhüllt. Nach deren Entfernung in den Neunziger Jahren wurde lange Zeit um die Zukunft des Hauses gerungen. Die NOSA GmbH, die Holding der Stadt Halberstadt, kaufte das Empfangsgebäude schließlich 2007, um es mit Landesunterstützung in seiner städtebaulichen und verkehrlichen Funktion zu erhalten.
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